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Fast vom Winde verweht:
Der Weinstand des Förderkreises „Lebendige Pfarrscheune“ der
Ev. Kirchengemeinde Igstadt
Der bange Blick des Ausbauteams ging ab 17.30 Uhr immer wieder zum Himmel, ein heftiger Wind zog zudem durch das Gelände hinter der Kirche und die ersten Gläser gingen zu Bruch, als eine kräftige Böe durch den Weinstand fegte, so dass die Klappläden vorsorglich wieder geschlossen werden mussten. Aber pünktlich um 18 Uhr legte sich der stürmische Wind - windig blieb es zwar den ganzen Abend, aber glücklicherweise folgenlos. Die dunkeln Wolken zogen weiter und die ersten Gäste kamen mit dem Glockenschlag.
Theaterleute vor und hinter der Theke sind stets ein Garant für gute Laune und beste Stimmung. So war es auch bei dem Weinstand des Förderkreises „Lebendige Pfarrscheune“ am 28. August 2026, bei dem das Scheunentheater die erste Ausschank-Schicht übernommen hatte. Ist es doch wichtig für die Gruppe, den Förderkreis zu unterstützen, schließlich ist die Pfarrscheune ihre Spielstätte. Denn ohne Pfarrscheune gibt es auch kein Scheunentheater, der Name ist Programm. Ausgeschenkt wurden Weine des rheinhessischen Weingutes Freitag aus Gau-Weinheim.
Die zweite Schicht übernahm der Helferkreis des Förderkreises in ihren hellgrünen Shirts und hatte bis in die frühen Abendstunden ebenso viel Freude an seinem Dienst. Auch die Hungrigen wurden bestens bedient: Die leckeren Pulled-Pork-Brötchen mit Krautsalat, persönlich zubereitet von Christian Vetter, dem Küchenmeister des Förderkreises, gingen weg wie die sprichwörtlichen „warmen Semmeln“.
Es war ein schöner Abend und die zahlreichen Gäste nahmen die Wetterkapriolen, auch wegen des versöhnlichen Regenbogens, mit heiterer Gelassenheit hin. Der Erlös des Abends kommt der Pfarrscheune zugute.
(Ingrid Dahl)
Aus dem Förderkreis „Lebendige Pfarrscheune“:
Mitgehört
„Es ist vorbei“, seufzt der große braune Tisch erleichtert, „45 Jahre habe ich mich krumm gelegt, auf- und abschlagen lassen, tausende Gespräche - nicht immer nur zu meiner Freude - angehört. Natürlich auch Glücksmomente genossen, wenn ich schön dekoriert reichlich gedeckt war und die Gäste fröhlich an mir Platz nahmen. Nur wenn sie auf mir herumtanzten, wurde es mir doch zu viel. Alt bin ich nun geworden und rissig. Ständig beschädige ich Kleidungsstücke, vor allem die Feinstrumpfhosen fallen mir zum Opfer. Und jetzt mache ich auch noch die Grätsche, mein Gestell reißt aus. Nun, genug ist genug. Glück auf, ich trete ab.“
„Und was soll ich denn sagen?“, quasselt der Stuhl, „weißt du, wie viele Hintern ich in 45 Jahren ausgehalten habe? Kleine, dicke, platte, fleischig-weiche, die picksigen mit den spitzen Knochen, die nervösen Herumrutscher, die auf einer Pobacke Sitzer und ganz schlimm waren noch die Handabwischer. Schokofinger, Farbfinger, Klebefinger, Popelfinger. Igitt. Außer dem Hintern lag schon alles auf mir, was nicht hingehörte: Kaffee, Sahnetorten, Bratensoße, Rotwein. Insgesamt alles Essbare, was auch schon bei dir auf dem Tisch stand. Und Füße! Ja, bin ich denn eine Fußmatte? Nicht zu glauben, aber wahr. Und dann immer diese Stapelei bei Veranstaltungen. Auf und ab, der unterste Stuhl tat mir immer leid. Aber es ging irgendwie immer Reih um, jeden erwischte es mal. Das ging auf die Knochen, besser auf den Leim. Bei allen.“
„Weißt du, liebster Stuhl, wir haben zusammen unsere Dienste getan - ganz harmonisch Seite an Seite wie beste Freunde. Jetzt sagen wir Tschüss, es war uns ein echtes Vergnügen. Als Ruheständler dürfen wir uns noch ein wenig nützlich machen in einer Region für notleidende Menschen. Wo genau, wissen wir ja noch nicht, aber eins ist sicher: Wir bleiben zusammen! Schließlich haben wir gemeinsam so viel erlebt und können uns bei Heimweh immer Geschichten aus der Igstadter Pfarrscheune erzählen.“
Ingrid Dahl vom Förderkreis „Lebendige Pfarrscheune“ hat schmunzelnd das Gespräch verfolgt und
kann berichten, dass die Tische und Stühle der Auslandshilfe, jetzt Allianz Mission, des „Bundes Freier evangelischer Gemeinden“ (Bund FeG / www. auslandshilfe.feg.de) übergeben wurden. Die Ev. Kirchengemeinde Igstadt ertüchtigt mit Unterstützung von Fördermitteln und Spenden Schritt für Schritt die „Lebendige Pfarrscheune“ zur Freude aller Nutzer. Siehe hierzu die Berichte an anderer Stelle. Über die vielfältigen Aktivitäten des Förderkreises wird in dem Gemeindebrief zu Weihnachten 2025 informiert.
Ingrid Dahl
Der Förderkreis „Lebendige Pfarrscheune“ sagt DANKE
In den kommenden Tagen erhalten Mitglieder sowie Spenderinnen und Spender Post
vom Förderkreis „Lebendige Pfarrscheune“ mit einem Dankeschreiben und einer Spenden-bescheinigung. Einige Personen, die gespendet haben, werden jedoch keine Post bekommen. Warum ist das so? Uns liegen von diesem Personenkreis leider keine Adressen vor, und diese konnten auch nicht ermittelt werden. Grundsätzlich gilt: Bei Spenden unter 300 € erkennt das Finanzamt bereits den Kontoauszug als steuermindernden Nachweis an – steuerlich geht also nichts verloren. Was uns jedoch verloren geht, ist der persönliche Dank, den wir sehr gerne ausgesprochen hätten. Wir würden uns daher freuen, wenn bei zukünftigen Zuwendungen
eine Adresse angegeben wird, da diese von den Banken nicht automatisch übermittelt wird. Vielen Dank!
Auch 2026 heißt es wieder: GEMEINSAM
Das zweite Jahr unseres Förderkreises neigt sich dem Ende zu, und unser Ziel – den Erhalt des Gemeindezentrums für das Gemeindeleben in Igstadt zu sichern – findet große Unterstützung. Aus neun Gründungsmitgliedern sind inzwischen 100 Mitglieder geworden, die wesentlich zum Erreichen dieses Ziels beitragen.
Darüber hinaus zeigen viele Menschen und Vereine ihre Verbundenheit durch großzügige
Einzel- und Mehrfachspenden. Bei Veranstaltungen der Kirchengemeinde kamen beachtliche „Hutspenden“ zusammen, und Mitwirkende stellten oftmals ihre Gagen oder Verkaufserlöse
zur Verfügung. Allen Mitgliedern und Spenderinnen sowie Spendern sei für dieses Engagement herzlich gedankt.
Aus den Einnahmen konnten bereits Verbesserungen unterstützt werden, so die Anschaffung
von neuen Tischen und Stühlen. Gleichzeitig werden Rücklagen für künftige Aufgaben gebildet sowie für Unvorhergesehenes, das bei einer älteren Immobilie leider immer wieder auftreten kann.
Der Förderkreis selbst trägt mit eigenen Veranstaltungen zum lebendigen Gemeindeleben bei. Freuen Sie sich auf „Igstadt singt“, „Igstadt guckt die WM“ und ein „Whisky-Tasting“. Er wird wieder einen Weinstand anbieten und sich am Adventsmarkt mit dem Kartoffelpufferstand beteiligen. Die engagierten Akteure erkennen Sie an ihren hellgrünen Poloshirts oder Wollmützen – sprechen Sie sie gern an! Und wenn Sie Zeit, Kreativität, Fachwissen oder Muskelkraft ein-bringen möchten, freuen wir uns über jede Unterstützung. Ebenso wie über Ihre Mitgliedschaft.
Mit dem von unserem Vorstandsmitglied Christiane Jekel gestalteten Motiv „Gemeinsam“,
das unsere Grußkarten schmückt, wünschen wir allen ein gutes Jahr 2026.
Ulrike Cramer-Athanasiadis für den Vorstand
Kontakt: foerderkreis-pfarrscheune-igstadt@web.de
Beitrittserklärung zum Download:
www.igstadt-online.de oder www.kgm-igstadt.ekhn.de