Ewen

Sonstiges aus der Gemeinde

Die Osterkrone 2026

Fleißiger als der Osterhase: Der Frauentreff der Ev. Kirchengemeinde Igstadt
Die Osterkrone im neuen Glanz

Mit stattlichen 1,10 m Höhe und einem Durchmesser von 1,10 m am Glockenboden präsentiert sich die Osterkrone, die am 14. März 2026 vor der Ev. Kirche in Igstadt mit Unterstützung der Bühnenbauer des Scheunentheaters ihren Platz fand – ganz bescheiden und ohne Frühlingsfest. Diese Zeiten sind vorbei, bedauert Margret Döring vom Frauentreff der Evangelischen Kirchengemeinde. Doch es wurde eine andere Form gefunden, denn sang- und klanglos sollte die prächtige Krone ihren Platz nicht eingenommen haben.

Ein Frühlingscafé in der Pfarrscheune, das jährlich musikalisch unterschiedlich gestaltet wird, bildet seit einigen Jahren den passenden Rahmen. Der Weg der Gäste wird dabei geschickt an der Osterkrone vorbeigeführt, so dass jede und jeder Gelegenheit hat, das Werk zu bewundern – selbstverständlich auch in den kommenden Wochen auf dem Weg zu den Gottesdiensten, zu weiteren Veranstaltungen oder zur Kita.

Die Osterkrone hat in Igstadt eine Tradition seit exakt 26 Jahren. Begründet wurde sie vom Frauentreff der Gemeinde, die sie bis heute pflegt. Nachdem der erste Unterbau ausgedient hatte, fertigte der ortsansässige Schlosser Klaus Lind vor etwa zwanzig Jahren ein stabiles und formschönes Edelstahlgerüst. Mit rund 10 Kilogramm ist es nicht gerade leicht – doch es muss schließlich auch windfest sein.

Aber was wäre die Krone ohne ihren Schmuck aus farbenfrohen Ostereiern? Mehr als 600 Kunststoff-Eier haben die Frauen im Laufe der Jahre mit unterschiedlichen Motiven und Techniken bemalt. Jedes Ei ist ein Unikat. In mühsamer Handarbeit wurden sie auf Drähte gefädelt, gespannt und zu Gruppen zusammengefügt, so dass eine Struktur entstand. Die Zwischenräume füllte man zunächst mit Buchszweigen – bis der Buchsbaumzünsler diesem ein Ende bereitete. Seither erweist sich künstliches Efeu als geeignetes Material.

Was ist das Besondere an der Krone im Jahr 2026?

Sie wurde einem aufwändigen Frühjahrsputz unterzogen, der alle sechs Jahre ansteht. Rund 600 Eier wurden wieder vereinzelt, sorgfältig von Umweltschmutz befreit, gereinigt, poliert und anschließend wieder auf die Drähte gefädelt. Eine Geduldsarbeit, die Konzentration und eine ruhige Hand erforderte. An drei Dienstagabenden bewältigten die Frauen diese Aufgabe mit Gelassenheit und Humor – und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Eine Osterkrone mit leuchtenden Eiern, die mit der Sonne um die Wette strahlen.

Sogar der Osterhase hätte seine Freude daran – und gemeinsam mit der Igstadter Dorfgemeinschaft dankt er den fleißigen Frauen des Frauentreffs für ihr unermüdliches Engagement.

In diesem Zusammenhang sei ein kurzer Rückblick auf das Jahr 2020 erlaubt: Selbst im Corona-Jahr gelang es dem Frauentreff, die Osterkrone vor der Kirche aufzustellen – sie war damit eine der ganz wenigen im Ländchen. Der Igstadt-Kalender würdigte dies mit dem April-Kalenderblatt 2021. In einer Zeit der Kontaktverbote vermittelte die farbenfrohe Krone vielen Menschen Mut und Zuversicht.

Ingrid Dahl, Margret Döring
März 2026

Mitglieder des Scheunentheaters beim Aufrichten der Osterglocke

Rückblick: Igstadter super Markt

Gemeinsam in Igstadt: Der super Markt

Der Programmpunkt „Kirchturmbesteigung“ war ein kluger Schachzug und sicherlich verantwortlich für das himmlisch gute Wetter am Markttag, einem Sonntag obendrein, schmunzeln die drei erfahrenen Marktfrauen Margret Döring, Ulrike Cramer und Ingrid Dahl.  Das Trio der Ev. Kirchengemeinde und der IG Igstadt war federführend verantwortlich für den Markt der guten Dinge, den Igstadter super Markt am 31. August 2025. Margret Döring mit ihren langjährigen Kontakten zu den Kreativen und Informativen, Ulrike Cramer sorgte für die Organisation von Kulinarik und die Genehmigungen und Ingrid Dahl für die Öffentlichkeitsarbeit, und dies immer im Austausch untereinander. Obwohl es in den benachbarten östlichen Vororten ebenfalls Feste und Kerben gab, kam man in Igstadt wegen der Besucherströme aus dem Staunen nicht heraus. Die Erwartungen wurden weit übertroffen und alle, die sich mit großem Engagement und viel Fleiß an diesem Markt beteiligt haben, waren zufrieden. Ein heiterer Markt, ein vielfältiger Markt, ein Markt, der viele Begegnungen ermöglichte. Das war unschwer an den stets besetzten Sitzplätzen im Pfarrhof, der Pfarrscheune und hinter der Kirche zu erkennen, an denen gegessen, getrunken, geplaudert und gelacht wurde. Die gut gefüllten Einkaufstaschen mit regionalen Produkten, seien es Lebensmittel, Pflanzen oder Kunsthandwerkliches, waren ein weiteres Indiz, dass der Markt das richtige Angebot bot. Lediglich die Kinder vermissten einen Stand mit Zuckerwatte. Dies wird ein Auftrag an das Trio für 2026 sein. Auch der super Markt zeigt überdeutlich: Igstadt braucht seine „Lebendige Pfarrscheune“. Jetzt und in Zukunft.

Die kurze Geschichte des Kartoffelpufferstandes am 25.11.2022

„Ui, das war knapp und ist gerade noch einmal gut gegangen“, freute sich der knusprige Kartoffelpuffer auf dem Igstadter Adventsmarkt gemeinsam mit seinen 750 Kollegen. 

Was war knapp und was ist gut gegangen? Die Gymnastikgruppe der Ev. Kirchengemeinde hatte aus nachvollziehbaren Gründen und nach zweijähriger Corona-Pause ihre Teilnahme am Adventsmarkt abgesagt. Aber ein Adventsmarkt ohne die beliebten Kartoffelpuffer, das war undenkbar! Sofort überlegte ein kleines Team von in der Kirchengemeinde Engagierten, wie man den Stand retten könne und welche Unterstützung hilfreich wäre. Es wurden Lösungen gefunden und vor allem für die vielfältigen Einzelaufgaben zahlreiche Helferinnen und Helfer. 

30 kg Äpfel wurden mittwochs im Gemeindehaus gemeinsam und in geselliger Runde zu Apfelmus verarbeitet. Noch größer und geselliger war die Runde donnerstags, als knapp 20 Personen - bestens ausgestattet mit eigenen Schälmessern - zum Kartoffelschälen eintrafen. Darunter als Novum auch Männer und gleich sieben an der Zahl. Fast märchenhaft! Das Scheunentheater war besonders zahlreich vertreten, denn der Termin am Donnerstag passte gut vor die anschließende Theaterprobe. 100 kg Kartoffeln waren in einer Stunde geschält und gewaschen! „Viele Hände, schnelles Ende“, so das Fazit. 

Nun erwarteten alle gespannt den wichtigen Freitag. Am Vormittag baute ein starkes, ebenfalls neu zusammengestelltes Männer-Team den Stand an der gewohnten Stelle vor dem Gemeindehaus auf und brachte die beiden Bräter mit den Gasflaschen in Position. Die Bräter wurden perfekt mit der Wasserwaage ausgerichtet, um einen einseitigen „Fettsee“ zu verhindern. Auch die weihnachtliche Dekoration fehlte nicht. 

Zwei Stunden vor der Eröffnung des Marktes wurde es im Gemeindehaus wieder betriebsam: die Kartoffeln wurden geraspelt und der Teig nach dem bewährten Rezept von und mit Maria Brauer zubereitet. Am Pufferstand wurde es ernst, als die ersten Kartoffelpuffer an die hungrigen, Gäste ausgegeben wurden, die wie in allen Vorjahren geduldig in einer Warteschlange anstanden. 

Die erfahrenen Frauen arbeiteten Hand in Hand mit den Frauen, die zum ersten Mal in die Geheimnisse der Teigzubereitung, des Kartoffelpufferbratens und in den Standablauf eingewiesen wurden. Man lernte sich gegenseitig kennen, lernte auch voneinander und hatte zudem viel Freude miteinander. Von den kleinen technischen Pannen mit Gerätschaften wird man sich sicherlich später als Anektode erzählen und darüber lachen. 

Den Abschluss des Tages feierte das Team mit einem Sekt, den Ingrid Kellershohn und Ulrike Dörr spendierten. „Wie gewonnen, so zerronnen“, denn der Sekt war die Anerkennung des Ortsbeirates an die Gymnastikgruppe für 25 Jahre Kartoffelpuffer auf dem Adventsmarkt. 

Zum großen Aufräumen am Samstagvormittag waren wieder viele fleißige Hände zur Stelle und in Windeseile waren alle Gerätschaften gesäubert, von ihrer fettigen Aromakruste befreit und weggeräumt, einschließlich des Standes und der Bräter. In der Euphorie des gelungenen Ablaufs der letzten vier Tage versprach man sich gegenseitig, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein, eine gute Gesundheit vorausgesetzt. Und diese sei allen von Herzen gewünscht! 

Kein Bericht ohne Dank: Dank an alle fleißigen Hände und Füße, Dank an die Helferinnen, die ihre eigenen Küchenmaschinen und Thermomix-Geräte mitbrachten. Dank an die Familie Bücher vom Falkenhof für die Spende der Kartoffeln und Eier, an die Familie Vetter/Streubig für die Äpfel und an Bernd Diefenbach, der diverse Bottiche und die beiden Bräter zur Verfügung stellte. Die Bräter überließ die Familie Diefenbach anschließend der Kirchengemeinde zur weiteren Nutzung. Diese warten nun geduldig im Keller des Gemeindehauses auf ihren neuen Einsatz. 

Der Erlös des Kartoffelpufferstandes wird den Clown Doktoren Wiesbaden gespendet, die mit ihrer Arbeit nicht nur in Kinderkliniken Freude bereiten, sondern auch in Senioreneinrichtungen. 

Ingrid Dahl, Dezember 2022 

Empfang des Ortsbeirates und der IG

Einweihung der Infomationstafel an der Ev. Kirche Igstadt

Die Ev. Kirche ist mit ihrem weithin sichtbaren Kirchturm neben dem Wasserturm eine Landmarke Igstadts. Jeder kennt sie und viele auch den wunderschönen Innenraum, aber wer kennt auf Anhieb ihre Entstehungsgeschichte und Besonderheiten? Der Heimat- und Geschichtsverein freut sich, eine weitere Informationstafel in Igstadt an der Kirche anbringen zu können. Gemeinsam mit Adelheid Ewen, der Vorsitzenden des Kirchenvorstandes, wurde die Tafel am Sonntag, 8. September 2024 um 17 Uhr enthüllt. Michael Weidenfeller und Ingrid Dahl (HGV) berichteten vor 25 Gästen über das Projekt "Informationstafeln" und über die historischen Besonderheiten der Ev. Kirche, der einzigen Kirche im Ort. Nur wenig bekannt ist, dass im Jahre 1758 der Glockenturm erhöht wurde, wodurch die Kirche ihr heutiges Aussehen erhielt. Zur Diskussion stand damals neben dem spitzen Turmdach auch die Ausführung mit abgerundeter Spitze. Die Pläne hierfür blieben erhalten. Für Interessierte liegt immer in der Kirche ein Überblick-Flyer aus. Weitergehende Informationen enthalten die Publikation „CHRONIK 1. Igstadter Geschichte(n)“ und die Website des Vereins unter www.igstadt-hgv.de

Hier gehts zum Flyer "Terrine" 2025 I


Kartoffelschäl-Aktion

Eindrücke vom Igstadter super Markt 2025

HGV übergibt Tafel an Kirchengemeinde